Lesepfeil: Wort für Wort zum flüssigen Lesen in der Grundschule
Der Lesepfeil ist die präziseste unter den analogen Lesehilfen: Er zeigt immer nur ein bis zwei Wörter und führt das Kind Schritt für Schritt durch den Text. Hier erfährst du, wie der Lesepfeil funktioniert, für wen er sich eignet und wie du ihn mit einer kostenlosen Vorlage selber bastelst.

Genaues Lesen braucht Übung — der Lesepfeil hilft dabei, kein Wort zu überspringen.
Inhaltsverzeichnis
Lesehilfen, die wirklich helfen
Jede Lesekarte wird mit der kostenlosen Fluxie-App lebendig — Vorlesen, Mitlesen, Entdecken.
Vorlesen lassen
Alle 7 Lesekarten lesen die komplette Geschichte oder Wissenswelt vor — professionell eingesprochen.
Leseniveau einstellen
Das Leseniveau kann individuell angepasst werden — passend zum Entwicklungsstand des Kindes.
Geräusche entdecken
Kinder tippen auf Tiere, Gegenstände und Szenen und hören passende Geräusche und Entdecker-Inhalte.
Wortmarkierung beim Vorlesen
Jedes Wort wird beim Vorlesen markiert — Kinder verbinden Schrift und Sprache auf natürliche Weise.
Tempo anpassen
Die Vorlesegeschwindigkeit kann eingestellt werden — schneller oder langsamer, wie es zum Kind passt.
Einzelne Wörter vorlesen
Kinder können jedes einzelne Wort antippen und es sich einzeln vorlesen lassen.
Saskia
Logopädin & Mama
„Ich habe fleißig mit meinen Kids im Kindergarten getestet und das Konzept ist mega! Es gibt schon Favoritengeschichten inklusive Geräusche. Das Schönste: Es ist keine 'Eintagsfliege'! Bei den Fluxiekarten gibt es immer was Neues zu entdecken. Ich bin schwer begeistert!"
Was ist ein Lesepfeil?
Ein Lesepfeil ist eine Lesehilfe in Form eines kleinen Pfeils aus Pappe oder Kunststoff. Anders als ein Leselineal, das nur die Zeile markiert, hat der Lesepfeil an der oberen Kante ein kleines Fenster. Durch dieses Fenster sind nur ein bis zwei Wörter sichtbar — alles andere ist verdeckt.
Das Kind schiebt den Pfeil in Leserichtung von links nach rechts über den Text. Wort für Wort erscheint im Fenster, wird gelesen und verschwindet wieder. Am Ende der Zeile rutscht der Pfeil eine Zeile tiefer nach links — und es geht weiter.
Das Prinzip klingt simpel, ist aber wirkungsvoll: Das Kind wird gezwungen, jedes Wort einzeln zu erfassen, statt über halbe Zeilen hinwegzuspringen. Genau das ist der häufigste Fehler bei Leseanfängern — sie raten, statt genau hinzuschauen. Der Lesepfeil macht Schluss damit.
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Lesepfeil vs. Leselineal — der Unterschied
Das Leselineal zeigt die ganze Zeile und deckt die darunter liegenden Zeilen ab. Das hilft beim Zeilenhalten, aber das Kind sieht trotzdem den gesamten Rest der Zeile — und kann versucht sein, vorwegzulesen oder Wörter zu überspringen.
Der Lesepfeil dagegen gibt durch sein Fenster nur ein kleines Stück der Zeile frei. Das Kind muss aktiv schieben, um das nächste Wort zu sehen. Diese Bewegung trainiert gleichzeitig die Leserichtung (links nach rechts) und die Blicksteuerung — zwei Fähigkeiten, die bei Leseanfängern noch nicht automatisiert sind.
Faustformel: Wenn dein Kind die Zeile verliert, hilft ein Leselineal. Wenn es Wörter überspringt, rät oder den Anfang von Wörtern liest und den Rest erfindet, ist der Lesepfeil die bessere Wahl.
Lesehilfen im Vergleich
| Lesehilfe | Fokus-Level | Hilft bei | Preis |
|---|---|---|---|
| Leselineal | Zeile | Zeilenverlust | 1–5 € |
| Lesepfeil | Wort | Wortüberspringer, Rater | 1–5 € |
| Lesefenster | Zeile (isoliert) | Visuelle Überflutung | 3–8 € |
| Farbfolie | Zeile (farbig) | Visuelle Empfindlichkeit | 3–10 € |
| Digitale Lesehilfe | Wort (automatisch) | Alle Leseprobleme | 0–10 €/Monat |
Die 5 besten Einsatzbereiche für den Lesepfeil
Im Leseunterricht: Wort für Wort durch den Text
Der Klassiker: Im Deutschunterricht der 1. und 2. Klasse nutzen viele Lehrkräfte den Lesepfeil als Standard-Werkzeug. Das Kind bekommt den Pfeil zum Lesetext und arbeitet sich selbstständig durch. Lehrkräfte können am Tempo des Pfeils erkennen, wie sicher das Kind liest.
Bei den Hausaufgaben: Lesetexte selbstständig erarbeiten
Zu Hause hilft der Lesepfeil, dass das Kind die Leseaufgabe alleine bewältigt — ohne dass ein Erwachsener danebensitzen und jedes Wort korrigieren muss. Der Pfeil gibt die Struktur vor, das Kind arbeitet im eigenen Tempo.
Beim Vorlesen: Mitlesen mit dem Finger ersetzen
Viele Kinder zeigen mit dem Finger auf die Wörter, während ihnen vorgelesen wird. Der Lesepfeil macht das eleganter und trainiert gleichzeitig die Leserichtung. Das Kind kann dem Vorlesen besser folgen und liest zunehmend Wörter selbst mit.
In der Lerntherapie: Gezieltes Training bei LRS
Lerntherapeuten nutzen den Lesepfeil gezielt, um das Wort-für-Wort-Lesen zu trainieren. In Kombination mit Silbenmethode und Blickübungen ist er ein fester Bestandteil vieler Leseförder-Programme.
Digital: Wort-für-Wort-Markierung per App
Die digitale Version des Lesepfeils: Apps mit Wort-für-Wort-Markierung heben jedes Wort einzeln hervor — wie ein automatischer Lesepfeil, der sich dem Tempo des Kindes anpasst. Interaktive Lesekarten wie Fluxie nutzen genau dieses Prinzip.
Lesepfeil basteln — Vorlage und Anleitung
Einen Lesepfeil selber basteln dauert keine zehn Minuten und kostet praktisch nichts. Kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken gibt es bei Klett, dem Zebra-Fanclub und auf vielen Grundschul-Blogs.
Anleitung ohne Vorlage
Schritt 1: Einen Pfeil von ca. 15 cm Länge und 5 cm Höhe auf festen Tonkarton zeichnen. Die Pfeilspitze zeigt nach rechts.
Schritt 2: An der oberen Kante ein rechteckiges Fenster von ca. 3 cm Breite und 1 cm Höhe ausschneiden. Das Fenster sollte nah an der Pfeilspitze sitzen.
Schritt 3: Ausschneiden und laminieren. Ohne Laminiergerät: beidseitig mit breitem Klebeband überziehen.
Schritt 4: Verzieren lassen — Sticker, Name, Lieblingsfarbe. Je persönlicher, desto lieber nutzt das Kind den Pfeil.
Tipp für Lehrkräfte: Als Klassenprojekt gemeinsam Lesepfeile basteln. Jedes Kind gestaltet seinen eigenen — das schafft Identifikation mit dem Werkzeug und erhöht die Nutzungsbereitschaft.
📌 Tipp: Der digitale Lesepfeil — Wort für Wort mit Krümelbrandt

Die Lesekarte „Krümelbrandt" funktioniert wie ein digitaler Lesepfeil: Jedes Wort wird einzeln hervorgehoben, das Kind folgt mit den Augen und liest Schritt für Schritt mit. Der Vorteil gegenüber dem Papier-Pfeil: Die Geschwindigkeit passt sich automatisch an, die Geschichte motiviert zum Weiterlesen und das Kind kann zwischen Vorlesen und Selbstlesen wechseln.
Lesepfeil bei LRS und Konzentrationsproblemen
Kinder mit LRS haben oft das Problem, dass sie Wortanfänge erkennen und den Rest erraten — „Schokolade" wird zu „Schule", „Kindergarten" zu „Kinder". Der Lesepfeil verhindert genau das, indem er nur das aktuelle Wort zeigt. Das Kind muss jedes Wort komplett erfassen, bevor es weiterschieben kann.
Auch bei Kindern mit ADHS kann der Lesepfeil helfen: Die motorische Handlung des Schiebens gibt dem Kind etwas zu tun und bindet die Aufmerksamkeit an den Text. Statt passiv auf eine Buchseite zu starren, wird das Lesen zur aktiven Tätigkeit.
Wichtig: Der Lesepfeil ist eine Alltagshilfe, keine Therapie. Wenn dein Kind trotz Lesehilfen kaum Fortschritte macht, ist eine professionelle Diagnostik beim Kinderarzt oder in einer Lerntherapie-Praxis sinnvoll. Die Montessori-Methode bietet ebenfalls bewährte Ansätze für Kinder mit Leseschwierigkeiten.
Das sagen Eltern & Pädagogen
Sandra K.
Grundschullehrerin
„Als Grundschullehrerin begeistern mich die Lesehilfen von Fluxie besonders: Mein 7-jähriger Sohn nutzt die Wort-für-Wort-Markierung beim Vorlesen und liest inzwischen viel sicherer mit. Die Möglichkeit, das Leseniveau individuell einzustellen, macht einen echten Unterschied."
Michael T.
Tester
„Lotta (5) lässt sich die Geschichten über die Vorlesefunktion erzählen und verfolgt jedes Wort auf dem Bildschirm. Ben (6) stellt sich die Geschwindigkeit selbst ein und liest schon viele Wörter alleine mit. Die Lesehilfen geben beiden genau die Unterstützung, die sie brauchen."
Maike
6-fach-Mama
„Endlich mal ein pädagogisch wertvoller Einsatz von digitalen Medien! Meine Kids haben direkt gefragt, ob es noch mehr davon gibt, die Bedienung ist kinderleicht, die Sprache und Sprechgeschwindigkeit ist super und auf den Seiten lassen sich immer wieder neue Inhalte entdecken! Richtig toll, ehrlich!"
Jede Karte ein neuer Lesepfeil — interaktive Geschichten mit Wort-für-Wort-Markierung.
Der digitale Lesepfeil
Die Idee hinter dem Lesepfeil — Wort für Wort durch den Text — lässt sich digital perfekt umsetzen. Apps mit Wort-für-Wort-Markierung heben jedes Wort einzeln farbig hervor und bewegen sich automatisch im Lesetempo des Kindes weiter.
Der Vorteil gegenüber dem Papier-Pfeil: Die Geschwindigkeit passt sich an, schwierige Wörter werden vorgelesen und das Kind bekommt sofort Rückmeldung. Interaktive Lesekarten nutzen genau dieses Prinzip — kombiniert mit Geschichten, die zum Weiterlesen motivieren.
Analog und digital schließen sich nicht aus: Der Papier-Lesepfeil für Bücher und Arbeitsblätter, die digitale Variante für Geschichten zwischendurch. So bleibt das Lesen lernen abwechslungsreich.
Häufige Fragen zum Lesepfeil
Was ist ein Lesepfeil und wie wird er benutzt?
Ein Lesepfeil ist eine Lesehilfe in Pfeilform mit einer kleinen Aussparung an der oberen Kante. Das Kind legt den Pfeil auf den Text und schiebt ihn in Leserichtung nach rechts. Durch die Aussparung sind immer nur ein bis zwei Wörter sichtbar — der Rest bleibt verdeckt. Am Zeilenende rutscht der Pfeil eine Zeile tiefer nach links. So liest das Kind Wort für Wort, ohne Wörter zu überspringen oder die Zeile zu verlieren.
Was ist der Unterschied zwischen Lesepfeil und Leselineal?
Das Leselineal deckt nur die unteren Zeilen ab und zeigt die komplette aktuelle Zeile. Der Lesepfeil geht weiter: Er hat ein kleines Fenster, das nur ein bis zwei Wörter freigibt, und wird aktiv nach rechts geschoben. Dadurch trainiert der Lesepfeil genaues Wort-für-Wort-Lesen, während das Leselineal eher hilft, die Zeile zu halten. Für Kinder, die Wörter überspringen oder raten, ist der Lesepfeil die bessere Wahl.
Für welches Alter ist der Lesepfeil geeignet?
Der Lesepfeil eignet sich besonders für Kinder in der 1. und 2. Klasse, also im Alter von 6 bis 8 Jahren. In dieser Phase lernen Kinder, einzelne Wörter zu erlesen, und der Lesepfeil unterstützt genau diesen Prozess. Auch ältere Kinder mit Leseschwierigkeiten oder LRS nutzen den Lesepfeil erfolgreich. Sobald das Kind flüssig liest und keine Wörter mehr überspringt, kann der Lesepfeil weggelegt werden.
Gibt es eine Lesepfeil-Vorlage zum Ausdrucken?
Ja, kostenlose Lesepfeil-Vorlagen gibt es bei Schulbuchverlagen wie Klett und auf Grundschul-Blogs zum Download. Die Vorlage wird auf Karton gedruckt, ausgeschnitten und idealerweise laminiert. Alternativ kann man einen Lesepfeil auch ohne Vorlage basteln: einfach einen Pfeil aus Tonkarton schneiden und oben ein kleines Fenster von etwa 3 mal 1 Zentimeter ausschneiden.
Hilft der Lesepfeil bei LRS und Legasthenie?
Der Lesepfeil ist ein bewährtes Hilfsmittel bei LRS, weil er zwei typische Probleme adressiert: das Überspringen von Wörtern und das Verlieren der Zeile. Durch die erzwungene Wort-für-Wort-Führung liest das Kind genauer und macht weniger Fehler. Lerntherapeuten setzen Lesepfeile regelmäßig in der Förderung ein. Er ersetzt keine Therapie, gibt dem Kind aber im Alltag mehr Sicherheit und Selbstvertrauen.
Wie bastelt man einen Lesepfeil selbst?
Für einen selbstgebastelten Lesepfeil brauchst du festen Tonkarton, Schere und optional ein Laminiergerät. Schneide einen Pfeil von etwa 15 Zentimeter Länge und 5 Zentimeter Höhe aus. An der oberen Kante ein Fenster von 3 mal 1 Zentimeter ausschneiden. Laminieren für Haltbarkeit. Das Kind kann den Pfeil mit Stickern und Farben gestalten — das steigert die Motivation, ihn auch wirklich zu benutzen.
Gibt es Lesepfeile speziell für Linkshänder?
Ja, für Linkshänder gibt es spezielle Lesepfeile, die spiegelverkehrt aufgebaut sind. Bei einem Standard-Lesepfeil zeigt die Pfeilspitze nach rechts, was für Rechtshänder intuitiv ist. Linkshänder-Lesepfeile haben die Halteposition und die Fensteröffnung so angepasst, dass das Kind den Pfeil natürlich mit der linken Hand führen kann. Diese gibt es bei spezialisierten Anbietern wie LAFÜLIKI.
Wann kann das Kind den Lesepfeil weglassen?
Der Lesepfeil ist ein Übergangs-Hilfsmittel, kein Dauerbegleiter. Sobald das Kind flüssig und fehlerfrei liest, ohne Wörter zu überspringen oder die Zeile zu verlieren, kann der Lesepfeil Schritt für Schritt reduziert werden. Bei den meisten Kindern ist das gegen Ende der 2. Klasse der Fall. Manche brauchen ihn länger — das ist völlig in Ordnung und kein Grund zur Sorge.
Was sind eigentlich interaktive Lesekarten?
Interaktive Lesekarten sind wie ein digitaler Lesepfeil mit Geschichte: Dein Kind hält eine echte Karte in der Hand und erlebt in der kostenlosen App eine interaktive Geschichte mit Wort-für-Wort-Markierung, Sounds und einstellbarem Leseniveau. Vom Vorlesen bis zum Selbstlesen — alles in einem.
Jetzt eine Geschichte entdecken →Fazit: Wort für Wort zum Leseerfolg
Der Lesepfeil ist kein Spielzeug und kein Trend — er ist ein bewährtes Werkzeug, das seit Jahrzehnten in Grundschulen und Lerntherapien eingesetzt wird. Seine Stärke: Er zwingt zum genauen Hinschauen und verhindert das Raten, das bei vielen Leseanfängern den Fortschritt bremst.
Ob als Papier-Pfeil zum Basteln, als fertige Schablone aus dem Schulbedarf oder als digitale Wort-für-Wort-Markierung in einer Lese-App: Das Prinzip wirkt. Und wenn dein Kind irgendwann sagt „Ich brauche den Pfeil nicht mehr" — dann hat er seinen Job erledigt.
Neugierig geworden?
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